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KIAutomatisierung
10. März 202621 min Lesezeit

Automatisierung mit n8n, warum immer mehr Unternehmen auf Open-Source-Workflows setzen

Zapier ist teuer, Make ist limitiert, und Eigenentwicklung dauert ewig. n8n bietet die Mitte: visueller Workflow-Builder, Self-Hosting, volle Kontrolle und eine wachsende Community. Ein ausführlicher Praxisguide für Entscheider und Teams, die Prozesse automatisieren wollen.

JH
Jan Hamsch
Gründer & Tech Lead

n8n verbindet über 400 Apps und Services, visuell, flexibel und unter eurer vollen Kontrolle.

Was ist n8n und warum der Hype?

n8n (ausgesprochen „n-eight-n“) ist eine Open-Source-Automatisierungsplattform, die es euch ermöglicht, Workflows visuell zu bauen, per Drag-and-Drop, ohne Code schreiben zu müssen. Stellt es euch vor wie ein Flowchart, das tatsächlich funktioniert: Ihr verbindet Trigger, Aktionen und Bedingungen zu automatisierten Abläufen, die im Hintergrund laufen und euch stundenlange manuelle Arbeit abnehmen.

Das Konzept ist nicht neu Zapier und Make (ehemals Integromat) machen seit Jahren dasselbe. Aber n8n unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt: Ihr könnt es selbst hosten. Eure Daten verlassen nie euren Server. Eure Workflows laufen auf eurer eigenen Infrastruktur. Und ihr zahlt keine Gebühren pro Ausführung. Bei einem Unternehmen, das täglich tausende Automatisierungen ausführt, macht das den Unterschied zwischen 50 Euro und 5.000 Euro im Monat.

Gegründet wurde n8n 2019 von Jan Oberhauser in Berlin. Seitdem hat sich das Projekt von einem Nischen-Tool für Entwickler zu einer ernstzunehmenden Enterprise-Plattform entwickelt. Über 50.000 GitHub-Stars, eine aktive Community mit mehr als 400 Integrationen, und seit 2024 eine Cloud-Version für Teams, die nicht selbst hosten wollen. Unternehmen wie Siemens, Bosch und hunderte Mittelständler nutzen n8n produktiv, für alles von einfacher E-Mail-Automatisierung bis hin zu komplexen KI-gestützten Geschäftsprozessen.

Der eigentliche Grund für den Hype 2026: n8n hat als eines der ersten Automatisierungstools native KI-Integration auf einem Niveau, das Zapier und Make schlicht nicht bieten. Ihr könnt GPT-4, Claude, Gemini und lokale Modelle direkt in eure Workflows einbauen, als Entscheidungsknoten, als Textgeneratoren, als Klassifizierer. Und weil n8n Open Source ist, könnt ihr diese KI-Nodes exakt an eure Bedürfnisse anpassen. Das ist der Punkt, an dem Automatisierung aufhört, „nur“ repetitive Aufgaben zu erledigen und anfängt, intelligente Entscheidungen zu treffen.

n8n in Zahlen (2026)

50k+
GitHub Stars
400+
native Integrationen
200k+
aktive Instanzen weltweit
€0
pro Workflow-Ausführung (Self-Hosted)

n8n vs. Zapier vs. Make, ein ehrlicher Vergleich

Die drei Tools konkurrieren um denselben Markt, lösen das Problem aber fundamental unterschiedlich. Hier ein sachlicher Vergleich, ohne Marketing-Sprech:

Zapier ist der Marktführer und der einfachste Einstieg. Die Oberfläche ist intuitiv, die Integration-Bibliothek riesig (7.000+ Apps), und für einfache Wenn-Dann-Automatisierungen reicht ein Zapier-Account völlig aus. Das Problem: Zapier wird teuer. Schnell. Der Pro-Plan startet bei 29 Dollar/Monat für 750 Tasks und ein mittelständisches Unternehmen, das ernsthaft automatisiert, braucht schnell 5.000–20.000 Tasks pro Monat. Das sind 200–600 Dollar monatlich. Für Workflows, die letztlich wenige Zeilen Logik ausführen.

Make (ehemals Integromat) ist die technischere Alternative. Der visuelle Builder ist mächtiger als Zapiers, die Preise sind günstiger, und komplexe Workflows mit Verzweigungen, Schleifen und Fehlerbehandlung lassen sich elegant umsetzen. Make ist ideal für Power-User, die keine Entwickler sind, aber mehr Kontrolle brauchen als Zapier bietet. Die Nachteile: Eure Daten laufen über Makes Cloud-Infrastruktur (USA oder EU), und bei sehr hohem Volumen wird auch Make teuer, weniger als Zapier, aber immer noch signifikant.

n8n nimmt eine Sonderrolle ein: Open Source, Self-Hosting möglich, keine Kosten pro Ausführung, und die Möglichkeit, eigenen Code direkt in Workflows einzubauen. Das macht n8n zur leistungsfähigsten Option, aber auch zur anspruchsvollsten. Der Einstieg erfordert mehr technisches Verständnis als bei Zapier oder Make. Dafür seid ihr langfristig unabhängig, flexibler und zahlt einen Bruchteil.

Die Kurzfassung: Zapier für einfache Automatisierungen mit kleinem Volumen. Make für komplexere Workflows ohne Hosting-Aufwand. n8n für Unternehmen, die volle Kontrolle, Datenschutz und Kosteneffizienz bei hohem Volumen brauchen oder KI tief in ihre Workflows integrieren wollen.

Zapier (Team Plan)
~$400

Monatliche Kosten für ca. 10.000 Tasks/Monat. Plus Aufpreis für Premium-Integrationen und Multi-Step-Zaps.

n8n (Self-Hosted)
~€25

Monatliche Server-Kosten (Hetzner/Contabo VPS). Unbegrenzte Workflows, unbegrenzte Ausführungen, volle Kontrolle.

„Zapier ist das Uber der Automatisierung bequem, aber teuer und ihr besitzt nichts. n8n ist euer eigenes Auto, mehr Aufwand am Anfang, aber langfristig günstiger, flexibler und es gehört euch."

Jan Hamsch, Fade

Die besten Use Cases für Unternehmen

n8n ist kein Spielzeug für Technik-Enthusiasten, es ist ein ernsthaftes Business-Tool. Hier sind die Use Cases, die wir bei unseren Kunden am häufigsten implementieren und die den höchsten ROI liefern:

Lead-Qualifizierung und CRM-Automatisierung. Ein neuer Lead kommt über euer Kontaktformular rein. n8n übernimmt: Die Daten werden automatisch ins CRM geschrieben, der Lead wird anhand von Kriterien (Unternehmensgröße, Branche, Budget) vorqualifiziert, ein Score wird berechnet, und je nach Ergebnis bekommt der Vertriebsmitarbeiter eine Slack-Nachricht („Heißer Lead, sofort anrufen“) oder der Lead erhält eine automatisierte Nurturing-Sequenz per E-Mail. Das spart nicht 10 Minuten pro Lead, es spart 10 Minuten mal 50 Leads pro Woche. Das sind über 400 Stunden im Jahr.

Rechnungsverarbeitung und Buchhaltung. Rechnungen kommen als PDF per E-Mail. n8n liest die E-Mail, extrahiert das PDF, sendet es an einen OCR-Service (oder direkt an GPT-4 Vision), extrahiert Rechnungsnummer, Betrag, Lieferant und Fälligkeitsdatum, schreibt die Daten in eure Buchhaltungssoftware oder ein Google Sheet, und legt das Original in eurem Dokumentenmanagementsystem ab. Bei einem Unternehmen mit 200 Eingangsrechnungen pro Monat spart das 15–20 Stunden manuelle Dateneingabe.

Social-Media-Content-Pipeline. Euer Marketing-Team schreibt einen Blogartikel. n8n triggert automatisch: Der Artikel wird zusammengefasst (via KI), daraus werden 5 Social-Media-Posts generiert (LinkedIn, Instagram, Twitter), die Posts werden in euer Planungstool (Buffer, Hootsuite, oder direkt via API) geschrieben, und der Content-Kalender wird aktualisiert. Ein Prozess, der früher 2–3 Stunden pro Artikel dauerte, läuft in 30 Sekunden mit einem einzigen Trigger.

Kundenservice-Triage. Support-Tickets kommen rein, per E-Mail, Formular oder Chat. n8n analysiert den Inhalt (via KI), kategorisiert das Ticket (Technisch, Billing, Feature-Request, Beschwerde), priorisiert es (Dringend, Normal, Niedrig), und routet es an den richtigen Mitarbeiter oder das richtige Team. Bei Standardfragen kann n8n sogar eine vorformulierte Antwort vorschlagen oder automatisch senden. Das Ergebnis: 60% schnellere Erstantworten und 30% weniger Tickets, die im falschen Postfach landen.

Reporting und Dashboards. Jeden Montag um 8:00 Uhr sammelt n8n automatisch Daten aus Google Analytics, eurem CRM, dem Ad-Account und dem Projektmanagement-Tool. Die Zahlen werden aufbereitet, in ein Template geschrieben und als formatierter Report in Slack gepostet oder per E-Mail versendet. Kein manuelles Copy-Paste, keine vergessenen Reports, keine Formatierungsfehler. Und die Daten sind immer aktuell, nicht von letzter Woche.

Top 10 n8n-Integrationen für den Unternehmensalltag

  • Google Workspace (Gmail, Sheets, Drive, Calendar) die Basis für fast jeden Workflow
  • Slack / Microsoft Teams Benachrichtigungen, Approvals, Team-Koordination
  • HubSpot / Salesforce / Pipedrive CRM-Automatisierung und Lead-Management
  • Stripe / PayPal Zahlungsbenachrichtigungen, Rechnungserstellung, Abo-Management
  • OpenAI / Anthropic KI-gestützte Textgenerierung, Analyse und Klassifizierung
  • Airtable / Notion Datenbanken und Projektmanagement als Workflow-Backbone
  • Webhook / HTTP Request beliebige APIs ansprechen, wenn keine native Integration existiert
  • IMAP / SMTP E-Mail-Automatisierung ohne Abhängigkeit von Drittanbietern
  • PostgreSQL / MySQL Direkte Datenbankoperationen für komplexe Business-Logik
  • Telegram / WhatsApp Chatbot-Automatisierung und Kunden-Kommunikation

Der n8n Workflow Editor: Nodes per Drag-and-Drop verbinden, Logik konfigurieren, Ergebnis sofort testen.

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n8n + KI: Wenn Workflows intelligent werden

Die Kombination von n8n und KI ist der Punkt, an dem Automatisierung von „nützlich“ zu „transformativ“ wird. Klassische Automatisierung folgt festen Regeln: Wenn X, dann Y. KI-gestützte Automatisierung kann interpretieren, entscheiden und generieren, basierend auf dem Kontext, nicht nur auf starren Bedingungen.

Beispiel 1: Intelligente E-Mail-Triage. Statt E-Mails nur nach Schlüsselwörtern zu filtern (was bei „dringend“ im Betreff und Spam gleichermaßen triggert), analysiert ein KI-Node den gesamten Inhalt. Er erkennt: Das ist eine Supportanfrage eines zahlenden Enterprise-Kunden mit einem kritischen Bug. Priorität: Sofort. Route: Senior-Entwickler. Antwort-Vorschlag: Wird generiert und dem Mitarbeiter zur Prüfung vorgelegt. Das ist keine Zukunftsmusik, das sind Workflows, die wir heute mit n8n bauen.

Beispiel 2: Automatische Content-Erstellung mit Quality Gate. Ein neues Produkt wird in eurem PIM angelegt. n8n generiert automatisch: eine SEO-optimierte Produktbeschreibung, 3 Social-Media-Posts, eine Pressemitteilung und einen Newsletter-Absatz. Aber und das ist entscheidend, der Content wird nicht blind veröffentlicht. Ein zweiter KI-Node prüft Tonalität, Markenkonsistenz und factual accuracy. Erst wenn alles passt, wird der Content ins CMS geschrieben und ein Slack-Message zur finalen Freigabe ans Marketing-Team gesendet.

Beispiel 3: KI-gestützte Datenanalyse. Jeden Freitag sammelt n8n die Wochendaten aus Google Analytics, dem Ad-Account und dem CRM. Ein KI-Node analysiert die Daten und erstellt nicht nur eine Zusammenfassung, sondern identifiziert Anomalien („Conversion-Rate auf Mobile ist 34% eingebrochen, mögliche Ursache: neues iOS-Update“), erkennt Trends („Lead-Qualität aus LinkedIn Ads steigt seit 3 Wochen kontinuierlich“) und gibt konkrete Handlungsempfehlungen („Budget von Google Display auf LinkedIn Ads verschieben, geschätzter Impact: +18% qualifizierte Leads“).

Beispiel 4: Chatbot mit echtem Unternehmenswissen. n8n als Backend für einen Chatbot, der nicht auf generisches ChatGPT-Wissen zugreift, sondern auf eure eigene Wissensdatenbank. Kundenanfragen werden empfangen, relevante Dokumente aus eurer Datenbank per Vektorsuche gefunden, und eine kontextbezogene Antwort generiert, die tatsächlich stimmt, weil sie auf euren echten Daten basiert. Das ist RAG (Retrieval Augmented Generation) und mit n8n könnt ihr es ohne eine Zeile Code implementieren.

KI-Kosten im Blick behalten

KI-Nodes in n8n sind kostenlos, aber die KI-APIs dahinter nicht. Ein GPT-4o-Aufruf kostet etwa $0.005–$0.03 pro Anfrage. Bei 1.000 Workflows pro Tag sind das $5–$30 täglich. Plant diese Kosten ein und nutzt günstigere Modelle (GPT-4o-mini, Claude Haiku) für einfache Klassifizierungsaufgaben. Die teure KI nur dort, wo sie wirklich nötig ist.

Beispiel-Workflow: Lead-Qualifizierung

1

Auslöser: Kontaktformular

Sobald jemand das Formular abschickt, startet der Workflow automatisch.

2

KI bewertet den Lead

OpenAI analysiert die Kontaktdaten und vergibt einen Score von 1 bis 10.

3

Entscheidung: Score 7 oder höher?

Ja: Das Sales-Team bekommt sofort eine Slack-Nachricht. Nein: Der Kontakt landet in einer automatischen E-Mail-Sequenz.

4

CRM wird automatisch befüllt

HubSpot legt den Kontakt an und speichert den Score direkt im Datensatz.

Self-Hosting vs. n8n Cloud, was passt zu euch?

n8n bietet zwei Wege: Self-Hosting auf eurer eigenen Infrastruktur oder die managed n8n Cloud. Die Wahl ist keine rein technische Entscheidung, sie hat Auswirkungen auf Kosten, Datenschutz, Wartungsaufwand und Skalierbarkeit.

Self-Hosting bedeutet: Ihr installiert n8n auf eurem eigenen Server, ein VPS bei Hetzner für 5–25 Euro/Monat reicht für die meisten Unternehmen völlig aus. Docker macht die Installation trivial. Eure Daten verlassen nie euren Server. Ihr habt volle Kontrolle über Updates, Backups und Konfiguration. Und das Wichtigste: Ihr zahlt nichts pro Workflow oder pro Ausführung. Egal ob ihr 10 oder 10.000 Workflows am Tag ausführt, die Serverkosten bleiben gleich.

Der Aufwand: Initial braucht ihr jemanden, der Docker kennt und einen Server aufsetzen kann. Das sind 2–4 Stunden Arbeit. Danach läuft n8n weitgehend wartungsfrei. Updates sind ein Docker-Pull. Backups ein Cronjob. Wenn ihr intern keinen habt, der das kann, lässt sich das Setup für 500–1.000 Euro extern beauftragen einmalig.

n8n Cloud ist die managed Alternative. n8n hostet alles für euch, Updates, Backups, Monitoring, Skalierung. Der Starter-Plan kostet 24 Euro/Monat, der Pro-Plan 60 Euro/Monat. Für Teams, die keinen Server betreuen wollen oder können, ist das die stressfreiere Option. Die Daten liegen in der EU (Frankfurt), was für DSGVO wichtig ist. Aber: Die Cloud-Pläne haben Limitierungen bei der Anzahl der Workflows und Ausführungen. Und ihr seid von n8n als Anbieter abhängig.

Unsere Empfehlung: Wenn ihr sensible Kundendaten verarbeitet (Finanzen, Gesundheit, Personalwesen), ist Self-Hosting die sicherere Wahl, ihr habt volle Datensouveränität. Wenn ihr ein kleines Team seid, keine DevOps-Kapazität habt und primär Marketing-Automatisierung betreibt, ist n8n Cloud der pragmatischere Weg. Und wenn ihr euch nicht sicher seid: Startet mit der Cloud, sammelt Erfahrung, und migriert zu Self-Hosting, wenn ihr das Volumen habt, das den Aufwand rechtfertigt.

Vorteile Self-Hosting

  • Volle Datensouveränität, nichts verlässt euren Server
  • Keine Kosten pro Workflow oder Ausführung
  • Server ab €5/Monat, auch bei hohem Volumen günstig
  • Volle Kontrolle über Updates, Backups und Konfiguration
  • Custom Nodes und eigene Integrationen möglich
  • DSGVO-Konformität durch EU-Hosting garantiert

Nachteile Self-Hosting

  • Initiales Setup erfordert Docker-Kenntnisse
  • Ihr seid für Updates und Backups selbst verantwortlich
  • Monitoring und Alerting muss selbst eingerichtet werden
  • Bei Problemen kein Support, nur Community-Forum
  • SSL-Zertifikat und Domain müssen manuell konfiguriert werden
  • Skalierung bei extremem Volumen erfordert DevOps-Wissen

Wo n8n an seine Grenzen stößt

Kein Tool ist perfekt und n8n ehrlich zu bewerten bedeutet auch, über die Schwächen zu sprechen. Wer diese kennt, trifft bessere Entscheidungen und vermeidet Frustration.

Lernkurve. n8n ist kein Zapier. Zapier kann buchstäblich jeder bedienen, der ein Webformular ausfüllen kann. n8n erfordert ein grundlegendes Verständnis von Datenstrukturen (JSON), APIs und Logik (Bedingungen, Schleifen, Fehlerbehandlung). Für Marketing-Teams ohne jede technische Affinität kann das eine echte Hürde sein. Die Lösung: Lasst die Workflows initial von jemandem mit technischem Hintergrund bauen, und schult das Team dann in der Nutzung und einfachen Anpassungen.

Debugging kann frustrierend sein. Wenn ein Workflow mit 30 Nodes fehlschlägt, kann das Finden des Fehlers zeitaufwändig sein. n8n hat einen eingebauten Debugger, aber er ist bei weitem nicht so komfortabel wie klassische Entwickler-Tools. Besonders bei asynchronen Prozessen, Webhooks und externen APIs braucht man Geduld und Erfahrung. Tipp: Baut Workflows modular, viele kleine Workflows statt einem riesigen. Das macht Debugging und Wartung deutlich einfacher.

Weniger Integrationen als Zapier. Zapier hat über 7.000 Integrationen. n8n hat gut 400. Für die meisten Business-Tools (Google, Microsoft, Slack, CRMs, Payment) reicht das völlig. Aber wenn ihr eine Nischen-Software nutzt, die Zapier unterstützt aber n8n nicht, müsst ihr entweder einen Custom Node bauen (erfordert JavaScript-Kenntnisse) oder den HTTP-Request-Node verwenden, um die API direkt anzusprechen. Das funktioniert, ist aber mehr Aufwand als ein fertiger Connector.

Kein echtes Echtzeit-Processing. n8n ist für Event-getriebene Workflows gebaut, nicht für Echtzeit-Streaming. Wenn ihr Daten in Echtzeit verarbeiten müsst (z.B. Live-Fraud-Detection, IoT-Sensordaten in Millisekunden), ist n8n das falsche Tool. Für 95% aller Business-Automatisierungen (die in Sekunden bis Minuten reagieren) ist es aber mehr als schnell genug.

Vorsicht bei geschäftskritischen Workflows

n8n ist stabil, aber bei Self-Hosting seid ihr für die Verfügbarkeit verantwortlich. Workflows, die euer Geschäft zum Stillstand bringen, wenn sie ausfallen (z.B. Zahlungsverarbeitung, Kundenbestellungen), sollten immer mit Monitoring, Alerting und Fallback-Logik versehen sein. Und testet eure Backups, regelmäßig, nicht nur einmal.

Welche Prozesse könnt ihr mit n8n automatisieren?

Wir analysieren eure Workflows kostenlos und zeigen euch in 30 Minuten, wo n8n bei euch den größten Impact hat und was sich wirklich lohnt.

Workflow-Analyse

Einstieg: Euer erster n8n-Workflow in 30 Minuten

Der beste Weg, n8n zu verstehen, ist, es auszuprobieren. Hier ein konkreter Plan für euren ersten produktiven Workflow von Null auf Live in unter 30 Minuten:

In 6 Schritten zum ersten Workflow

1

n8n starten

Am schnellsten: n8n Cloud (kostenloser Trial) oder lokal per Docker.

2

Trigger wählen

Jeder Workflow braucht einen Auslöser. Für den Anfang: 'Schedule Trigger' (läuft z.B. jeden Morgen um 8:00) oder 'Webhook' (reagiert auf externe Events wie ein Formular-Submit). Klickt auf '+' und sucht nach dem gewünschten Trigger.

3

Daten holen

Verbindet den Trigger mit einer Datenquelle. Beispiel: Google Sheets → 'Get Rows', um die neuesten Einträge zu lesen. Oder Gmail → 'Get Messages', um neue E-Mails abzurufen. Authentifiziert euch per OAuth, n8n führt euch durch den Prozess.

4

Logik hinzufügen

Optional, aber mächtig: Fügt einen IF-Node hinzu, der die Daten filtert. Z.B. 'Wenn Betreff enthält Rechnung → dann weiter, sonst stopp'. Oder einen KI-Node, der den Inhalt analysiert und kategorisiert.

5

Aktion ausführen

Das Ergebnis: Slack-Nachricht senden, Google Sheet aktualisieren, E-Mail versenden, CRM-Eintrag erstellen, was immer euer Workflow leisten soll. Verbindet den Aktions-Node und konfiguriert die Felder.

6

Testen und aktivieren

Klickt 'Execute Workflow' zum Testen. n8n zeigt euch für jeden Node die Input- und Output-Daten, ihr seht sofort, ob alles funktioniert. Wenn ja: 'Publish' klicken. Euer Workflow läuft ab jetzt automatisch im Hintergrund.

Von einem Workflow zu einem automatisierten Unternehmen

Der erste Workflow ist der schwierigste, nicht technisch, sondern mental. Sobald ihr seht, wie 2 Stunden manuelle Arbeit pro Woche einfach verschwinden, denkt ihr automatisch: „Was kann ich noch automatisieren?“

Unsere Kunden starten typischerweise mit 1–2 Workflows und haben nach 6 Monaten 15–30 aktive Automatisierungen, die zusammen 40–80 Stunden pro Monat einsparen. Das ist ein ganzer Mitarbeiter, der nichts anderes tut als repetitive Aufgaben abarbeiten.

Unser Fazit

n8n ist nicht das einfachste Automatisierungstool auf dem Markt, aber das leistungsfähigste für Unternehmen, die mehr wollen als simple Wenn-Dann-Regeln. Die Kombination aus Open Source, Self-Hosting-Option, nativer KI-Integration und einer aktiven Community macht n8n zur besten Wahl für Unternehmen, die Automatisierung ernst meinen.

Die Kostenersparnis gegenüber Zapier und Make ist bei hohem Volumen dramatisch, wir reden von 80–95% weniger laufenden Kosten. Aber der eigentliche Wert liegt nicht in den Kosten, sondern in der Flexibilität. Mit n8n könnt ihr Workflows bauen, die mit Zapier schlicht nicht möglich sind: KI-gestützte Entscheidungen, komplexe Verzweigungen, Datenbankoperationen, Custom APIs, und alles unter eurer vollen Kontrolle.

Ist n8n für jedes Unternehmen die richtige Wahl? Nein. Wenn ihr ein kleines Team seid, 5 simple Automatisierungen braucht und keine Lust auf Server habt, bleibt bei Zapier. Das ist absolut in Ordnung. Aber wenn ihr ernsthaft automatisieren wollt, wenn Datenschutz wichtig ist, wenn ihr KI in eure Workflows integrieren wollt, und wenn ihr nicht bereit seid, hunderte Euro pro Monat für etwas zu zahlen, das ihr für einen Bruchteil selbst betreiben könnt, dann ist n8n euer Tool.

Fangt mit einem einfachen Workflow an. Automatisiert den einen Prozess, der euch jede Woche nervt. Seht die Ergebnisse. Und dann skaliert. In 6 Monaten fragt ihr euch, wie ihr jemals ohne ausgekommen seid. Und wenn ihr Hilfe braucht, beim Setup, bei der Strategie, bei den komplexen KI-Workflows, dafür gibt es uns.

n8n-Setup, KI-Workflows, oder beides?

Wir richten n8n für euch ein, bauen eure ersten Workflows und schulen euer Team, damit ihr langfristig selbstständig automatisiert.

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Von der ersten Workflow-Analyse bis zum produktiven n8n-Setup, wir automatisieren die Prozesse, die euch Zeit kosten.