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Google Ads 2026, der Status quo
Google Ads hat sich in den letzten drei Jahren stärker verändert als in den zehn Jahren davor. Wer 2022 zuletzt ernsthaft Kampagnen gesteuert hat, erkennt die Plattform kaum wieder. Performance Max hat klassische Shopping und Display, Kampagnen weitgehend abgelöst. Smart Bidding ist nicht mehr optional, sondern der Standard. Und seit Mitte 2025 generiert Google auf Wunsch komplette Anzeigentexte, Bilder und sogar Landingpage-Vorschläge per KI, direkt im Ads-Interface.
Das klingt erstmal nach einer guten Nachricht: Google übernimmt immer mehr Arbeit, die früher manuell erledigt werden musste. Keyword-Recherche, Gebotsoptimierung, Anzeigentexte, Zielgruppenauswahl, all das kann die Plattform inzwischen weitgehend automatisiert. Die logische Schlussfolgerung vieler Unternehmer: Wenn Google alles automatisiert, brauche ich keine Agentur mehr. Ich klicke auf „Smart Campaign“, setze ein Budget und lasse Google machen.
Dieser Gedanke ist nachvollziehbar und gleichzeitig gefährlich. Denn Googles Automatisierung optimiert nicht für euren Geschäftserfolg. Sie optimiert für Googles Umsatz. Das ist kein Verschwörungstheorie, sondern ein simpler Interessenkonflikt: Google verdient Geld, wenn ihr mehr ausgebt. Ihr verdient Geld, wenn ihr effizienter ausgebt. Diese beiden Ziele sind nicht identisch und genau in dieser Lücke entsteht der Wert einer guten SEA-Agentur.
Die durchschnittlichen Klickpreise im deutschsprachigen Raum sind 2026 auf einem Allzeithoch. Im B2B-Bereich liegen sie je nach Branche zwischen 3 und 25 Euro pro Klick. Im E-Commerce zwischen 0,40 und 4 Euro. Bei Legal, Finance und SaaS können einzelne Klicks 50 Euro und mehr kosten. Wer hier ohne Strategie Budget verbrennt, merkt es spätestens am Quartalsende, wenn die Zahlen nicht stimmen und niemand erklären kann, wo das Geld geblieben ist.
Google Ads in Zahlen (2026, DACH)
Was eine SEA-Agentur wirklich leistet, jenseits von Klickpreisen
Das größte Missverständnis über SEA-Agenturen: Sie schalten Anzeigen. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, ein Architekt zeichnet Linien. Technisch korrekt. Inhaltlich eine komplette Untertreibung.
Strategische Kontostruktur. Eine gute Agentur baut euer Google-Ads-Konto nicht einfach auf, sie strukturiert es strategisch. Welche Kampagnentypen für welche Ziele? Wie trennt man Brand- von Non-Brand-Traffic? Wie strukturiert man Performance-Max-Kampagnen so, dass sie nicht euer gesamtes Budget in Brand-Suchen verbrennen? Wie setzt man Suchkampagnen neben PMax ein, ohne sich selbst zu kannibalisieren? Diese Fragen klingen technisch, aber die falschen Antworten kosten euch jeden Monat tausende Euro.
Conversion-Tracking und Attribution. Ohne sauberes Tracking ist Google Ads Blindflug. Und sauberes Tracking bedeutet 2026 nicht mehr nur „Google-Tag auf die Danke-Seite“. Es bedeutet: Enhanced Conversions korrekt implementiert, Offline-Conversion-Imports aus eurem CRM, serverseitiges Tagging über den Google Tag Manager Server Container, Consent-Mode-v2-Integration für DSGVO-Konformität, und eine Attribution, die nicht jedem letzten Klick 100% des Werts zuschreibt. Die meisten Unternehmen, die „Google Ads funktioniert bei uns nicht“ sagen, haben in Wahrheit ein Tracking-Problem, kein Ads-Problem.
Kreative Strategie. Performance Max lebt von Assets: Texte, Bilder, Videos. Google generiert davon inzwischen selbst welche, aber die Qualität schwankt enorm. Eine Agentur erstellt systematisch Creative-Varianten, testet sie gegeneinander, analysiert die Asset-Performance und iteriert. Sie weiß, welche Headline-Formate in eurer Branche funktionieren, welche Bildstile Klickraten steigern und welche Call-to-Actions tatsächlich konvertieren. Das ist keine Wissenschaft, es ist Erfahrung aus hunderten Accounts.
Negative Keywords und Ausschlüsse. Einer der größten Hebel im gesamten Google-Ads-Universum ist etwas, das Google euch nie proaktiv empfehlen wird: Negative Keywords. Jede Suchanfrage, für die ihr bezahlt, die aber keinen Kunden bringt, ist verbranntes Budget. Eine erfahrene Agentur pflegt kontinuierlich Ausschlusslisten, auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppenebene. In einem typischen B2B-Account können 25–40% aller Klicks durch irrelevante Suchanfragen verursacht werden. Das sind bei einem Monatsbudget von 10.000 Euro bis zu 4.000 Euro Verschwendung, jeden einzelnen Monat.
Landingpage-Optimierung. Die beste Kampagne bringt nichts, wenn die Landingpage nicht konvertiert. Agenturen denken nicht in Kampagnen, sie denken in Funnels. Von der Suchanfrage über die Anzeige bis zur Conversion. Wenn die Landingpage 2% konvertiert statt 4%, braucht ihr doppelt so viel Budget für dasselbe Ergebnis. Eine Agentur testet systematisch Headlines, Formulare, Social Proof, Seitengeschwindigkeit und Mobile-UX, und steigert die Conversion-Rate über Wochen und Monate kontinuierlich.
„Google Ads ist kein Tool, das man einrichtet und laufen lässt. Es ist ein lebendiges System, das jeden Tag Entscheidungen trifft, die Frage ist, ob diese Entscheidungen in eurem Interesse sind oder in Googles."
Jan Hamsch, Fade
Selber machen, wann es tatsächlich funktioniert
Nicht jedes Unternehmen braucht eine Agentur. Das ist eine ehrliche Aussage, auch wenn wir selbst eine sind. Es gibt Szenarien, in denen Inhouse-Management die bessere Wahl ist, vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen sind erfüllt.
Szenario 1: Kleines, fokussiertes Budget. Wenn euer Monatsbudget unter 2.000 Euro liegt und ihr ein überschaubares Produktportfolio habt (z.B. ein lokaler Dienstleister mit 3–5 Kernleistungen), kann Google Ads tatsächlich mit überschaubarem Aufwand selbst gesteuert werden. Eine saubere Suchkampagne mit 10–20 Keywords, gut geschriebene Anzeigen und eine solide Landingpage können bei kleinen Budgets ausreichend performen. Die Agenturgebühr würde in diesem Fall einen zu großen Anteil des Gesamtbudgets auffressen.
Szenario 2: Internes Marketing-Team mit SEA-Erfahrung. Wenn ihr ein Marketing-Team habt, in dem mindestens eine Person fundierte Google-Ads-Erfahrung mitbringt (nicht „hat mal eine Kampagne geschaltet“, sondern „kennt den Unterschied zwischen tCPA und tROAS, kann serverseitiges Tracking aufsetzen und liest regelmäßig den Google Ads Changelog“), dann könnt ihr vieles inhouse abdecken. Die Vorteile liegen auf der Hand: kürzere Abstimmungswege, tieferes Produktverständnis und volle Kontrolle.
Szenario 3: Sehr einfache Funnel-Struktur. Ein Online-Shop mit 50 Produkten in einer Nische, ein SaaS-Tool mit einer klaren Zielgruppe, ein lokaler Arzt, der Neupatienten gewinnen will, wenn euer Geschäftsmodell linear und euer Conversion-Pfad kurz ist, ist die Komplexität der Ads-Steuerung überschaubar. Hier kann eine einmalige Einrichtung durch einen Berater plus monatliche Eigenoptimierung ausreichen.
Aber Vorsicht: Selbst in diesen Szenarien unterschätzen die meisten Unternehmen den laufenden Aufwand. Google Ads ist kein „Set and Forget“-Tool. Suchanfragen ändern sich, Wettbewerber bieten aggressiver, Google rollt neue Features aus, Landingpages müssen getestet werden. Realistisch braucht ihr mindestens 8–12 Stunden pro Monat für seriöse Ads-Betreuung, bei komplexeren Accounts eher 20–30. Wenn diese Zeit nicht vorhanden ist, leidet die Performance schleichend und ihr merkt es erst, wenn es zu spät ist.

Entscheidungsmatrix: Ab welchem Budget und welcher Komplexität sich eine SEA-Agentur lohnt.
KI vs. Mensch, wer steuert Google Ads besser?
Die zentrale Frage, die sich 2026 jeder Werbetreibende stellt: Wenn Google selbst KI einsetzt, um Gebote zu optimieren, Zielgruppen zu finden und Anzeigen zu generieren, brauche ich dann noch einen Menschen, der das überwacht? Die Antwort ist differenzierter, als es die Polarisierung der Debatte vermuten lässt.
Was Googles KI gut kann: Gebotsoptimierung in Echtzeit. Googles Algorithmus verarbeitet hunderte Signale pro Auktion, Gerät, Standort, Tageszeit, Suchhistorie, Browser, Netzwerkgeschwindigkeit und vieles mehr. Kein Mensch kann 300 Auktionen pro Sekunde manuell bewerten. Smart Bidding ist hier objektiv überlegen. Ebenso beim Matching: Broad Match in Kombination mit Smart Bidding findet Suchanfragen, auf die kein Keyword-Planer der Welt gekommen wäre und konvertiert sie profitabel.
Was Googles KI nicht kann: Geschäftsstrategie verstehen. Googles Algorithmus optimiert auf die Conversion-Action, die ihr definiert habt. Wenn das „Formular abgesendet“ ist, optimiert er auf Formularabsendungen, egal ob dahinter ein qualifizierter Lead oder ein Bot steckt. Er weiß nicht, dass eure Marge bei Produkt A dreimal so hoch ist wie bei Produkt B. Er weiß nicht, dass ihr im Q4 Kapazitätsengpässe habt und eigentlich weniger Leads braucht. Er weiß nicht, dass der neue Wettbewerber letzte Woche eine aggressive Preisaktion gestartet hat, auf die ihr reagieren müsst.
Die Realität: Die besten Ergebnisse entstehen, wenn menschliche Strategie und maschinelle Ausführung zusammenarbeiten. Der Mensch definiert die Ziele, strukturiert das Konto, wählt die richtigen Kampagnentypen, pflegt Ausschlüsse, optimiert Creatives und Landingpages, interpretiert die Daten im Geschäftskontext und überlässt die granulare Gebotsoptimierung der Maschine. Das ist keine Konkurrenz, sondern Arbeitsteilung.
Ein konkretes Beispiel: Ein E-Commerce-Kunde kam zu uns mit einem Performance-Max-Kampagne, die Google als „sehr gut“ bewertete. ROAS von 4.2x. Klingt solide. Unsere Analyse zeigte: 68% des Budgets floss in Brand-Suchen (Leute, die den Markennamen googelten und sowieso gekauft hätten). Der tatsächliche Non-Brand-ROAS lag bei 1.8x, unter der Profitabilitätsschwelle. Googles KI hatte optimiert, aber für das falsche Ziel. Nach unserer Restrukturierung stieg der Non-Brand-ROAS auf 4.7x bei gleichem Budget. Das ist der Unterschied zwischen Automatisierung und Strategie.
Der Brand-Traffic-Trick
Performance Max zeigt gerne beeindruckende ROAS-Zahlen, weil sie Brand-Traffic einrechnet. Fragt eure Agentur (oder prüft selbst): Wie hoch ist der ROAS ohne Brand-Suchen? Wenn dieser Wert unter eurem Break-Even liegt, habt ihr ein Problem, egal wie grün Googles Optimierungswert leuchtet.
Performance-Tipps für euer Ads-Konto.
Praxisnahe Artikel zu SEA, Performance Marketing und Paid-Strategie.
Kosten im Vergleich: Agentur vs. Inhouse vs. Freelancer
Geld ist das Argument, das in jeder Agentur-Diskussion zuerst kommt und zu Recht. Die Investition muss sich rechnen. Hier eine ehrliche Aufschlüsselung der tatsächlichen Kosten, basierend auf Marktdaten für den DACH-Raum 2026:
SEA-Agentur (typische Modelle): Die meisten Agenturen arbeiten entweder mit einer prozentualen Vergütung (10–15% des Mediabudgets), einer festen Monatspauschale (1.500–5.000 Euro für mittelständische Accounts) oder einem Hybridmodell. Bei einem Mediabudget von 10.000 Euro/Monat zahlt ihr also 1.000–1.500 Euro Agenturgebühr. Klingt erstmal viel, aber rechnet dagegen: Wenn die Agentur eure Conversion-Rate um 30% steigert und eure Cost-per-Acquisition um 25% senkt, spart ihr jeden Monat 2.500 Euro an verschwendetem Budget. Die Agentur finanziert sich selbst und bringt euch zusätzlich Gewinn.
Inhouse SEA-Manager: Ein erfahrener SEA-Manager kostet im DACH-Raum zwischen 50.000 und 75.000 Euro Jahresgehalt, plus Sozialabgaben, Arbeitsplatz, Tools und Weiterbildung. All-in realistisch: 70.000–100.000 Euro pro Jahr, also 5.800–8.300 Euro pro Monat. Dafür habt ihr eine dedizierte Person, die sich ausschließlich um eure Kampagnen kümmert. Das lohnt sich ab einem Mediabudget von circa 30.000–50.000 Euro pro Monat, darunter ist eine Agentur in der Regel günstiger und bringt mehr Erfahrung mit.
Freelancer: SEA-Freelancer liegen typischerweise bei 80–150 Euro Stundensatz oder 1.000–3.000 Euro Monatspauschale. Der Vorteil: niedrigere Kosten als eine Agentur, direkter Kontakt, oft hohe Fachkompetenz. Der Nachteil: eine einzige Person, die krank werden, Urlaub machen oder den Vertrag kündigen kann. Keine Team-Redundanz, kein Second-Eye-Prinzip, und oft kein Zugang zu spezialisierten Tools, die Agenturen lizenziert haben.
Die versteckten Kosten des Selbermachens: Was in keiner Kalkulation auftaucht: die Opportunitätskosten. Wenn der Geschäftsführer oder die Marketing-Leiterin 10 Stunden pro Monat mit Ads-Optimierung verbringt, fehlen diese 10 Stunden für Strategie, Führung oder Kundenbeziehungen. Bei einem Stundensatz von 150 Euro sind das 1.500 Euro, jeden Monat. Plus die Kosten für suboptimale Kampagnen, weil die Person eben kein Full-Time-Spezialist ist.
Monatliche Agenturgebühr. Plus Team-Erfahrung, Tools, Tracking-Setup, Creative-Optimierung und strategische Beratung inklusive.
Monatliche All-in-Kosten (Gehalt, Sozialabgaben, Tools, Weiterbildung). Lohnt sich ab 30k+ Mediabudget/Monat.
Warnsignale: Wann eine Agentur mehr schadet als nutzt
Nicht jede SEA-Agentur ist eine gute SEA-Agentur. Der Markt ist voll von Anbietern, die mit beeindruckenden Case Studies werben, aber im Tagesgeschäft unterdurchschnittliche Arbeit liefern. Es gibt konkrete Warnsignale, auf die ihr achten solltet, sowohl bei der Auswahl als auch bei der laufenden Zusammenarbeit:
Warnsignal 1: Kein Zugang zum Ads-Konto. Wenn die Agentur in ihrem eigenen MCC arbeitet und euch keinen Admin-Zugang zu eurem eigenen Konto gibt, ist das ein sofortiges Ausschlusskriterium. Euer Konto gehört euch, mit allen Daten, Kampagnen und Conversion-Historien. Eine Agentur, die euch den Zugang verwehrt, baut Abhängigkeit auf. Punkt.
Warnsignal 2: Intransparentes Reporting. Wenn ihr monatlich ein PDF mit bunten Grafiken bekommt, aber nicht wisst, was konkret optimiert wurde, welche Tests laufen und wo das Budget hingeflossen ist, dann stimmt etwas nicht. Gute Agenturen liefern transparente Reports mit konkreten Maßnahmen, Erklärungen für Veränderungen und klaren nächsten Schritten. Ihr solltet jederzeit verstehen können, was passiert.
Warnsignal 3: Zu viele Empfehlungen von Google übernommen. Google sendet Agenturen regelmäßig „Empfehlungen“ und belohnt sie mit einem Optimierungswert. Viele dieser Empfehlungen sind in Googles Interesse, nicht in eurem: „Budget erhöhen“, „Broad Match aktivieren“, „Smart Bidding für alle Kampagnen“. Eine Agentur, die blind Googles Empfehlungen folgt, um ihren Partner-Status zu behalten, arbeitet für Google, nicht für euch.
Warnsignal 4: Lange Vertragslaufzeiten ohne Performance-Klausel. 12 oder 24 Monate Mindestlaufzeit ohne Kündigungsmöglichkeit bei schlechter Performance? Finger weg. Gute Agenturen haben Vertrauen in ihre eigene Arbeit und bieten flexible Laufzeiten oder Performance-basierte Klauseln an. Wenn eine Agentur euch nur mit Vertragsstrafe halten kann, sagt das alles über die Qualität der Arbeit.
Warnsignal 5: Keine proaktive Kommunikation. Wenn ihr immer die seid, die nachfragen müssen, „Was läuft gerade?“, „Warum sind die Costs gestiegen?“, „Gibt es neue Tests?“, dann wird euer Account vermutlich auf Autopilot gefahren. Eine gute Agentur meldet sich proaktiv: bei ungewöhnlichen Schwankungen, bei neuen Möglichkeiten, bei strategischen Empfehlungen. Ihr solltet das Gefühl haben, dass jemand aktiv an eurem Erfolg arbeitet, nicht nur auf eure Rechnungen reagiert.
Der „Google Premier Partner“-Mythos
Viele Agenturen werben mit dem Google-Partner-Badge als Qualitätssiegel. In Wahrheit belohnt Google damit primär hohes Mediabudget und die Umsetzung von Google-Empfehlungen,nicht die Qualität der Arbeit für den Kunden. Ein Partner-Badge ist kein Nachteil, aber auch kein Qualitätsgarant. Fragt stattdessen nach konkreten Case Studies, Referenzen und messbaren Ergebnissen.
Checkliste: So erkennt ihr eine gute SEA-Agentur
- Ihr habt vollen Admin-Zugang zu eurem eigenen Google-Ads-Konto
- Transparente, nachvollziehbare Reports mit konkreten Maßnahmen und nächsten Schritten
- Flexible Vertragslaufzeiten oder Performance-basierte Klauseln
- Proaktive Kommunikation, die Agentur meldet sich, bevor ihr fragen müsst
- Klare Antworten auf: Wie trennt ihr Brand- von Non-Brand-Performance?
- Eigenes Tracking-Setup statt blindes Vertrauen auf Google-Conversions
- Regelmäßige Suchbegriff-Analysen und Pflege negativer Keywords
- Strategie-Calls, nicht nur Reporting-Calls, echte Beratung statt Zahlenvorlesung
Unsicher, ob eure Ads-Agentur gute Arbeit leistet?
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Entscheidungshilfe für euer Unternehmen
Statt pauschaler Empfehlungen hier ein konkreter Entscheidungsbaum. Beantwortet die folgenden Fragen ehrlich und ihr wisst, welcher Weg für euch der richtige ist:
5 Fragen zur Selbsteinschätzung
Wie hoch ist euer monatliches Mediabudget?
Unter 2.000 €: Selbst machen oder Freelancer reicht meist. 2.000–10.000 €: Agentur lohnt sich fast immer, die Optimierungspotenziale übersteigen die Gebühren. Über 10.000 €: Ohne professionelle Betreuung verschenkt ihr fast sicher fünfstellige Beträge pro Jahr.
Habt ihr intern echte SEA-Kompetenz?
Nicht ‘jemand, der schonmal eine Kampagne angelegt hat’, sondern jemand, der Smart Bidding, Performance Max, Tracking, Attribution und Datenanalyse beherrscht. Wenn nein, braucht ihr externe Hilfe, egal ob Agentur oder Freelancer.
Wie komplex ist euer Conversion-Pfad?
Ein Online-Shop mit direktem Kauf? Relativ einfach. B2B mit langen Sales-Cycles, CRM-Integration und Offline-Conversions? Hochkomplex. Je komplexer der Funnel, desto mehr profitiert ihr von einer Agentur, die end-to-end denkt.
Wie schnell müsst ihr Ergebnisse sehen?
Wenn ihr in 4 Wochen profitabel werben müsst (z.B. Produktlaunch, Saisongeschäft), ist eine erfahrene Agentur der schnellste Weg. Einarbeitungszeit Inhouse: 2–4 Monate. Agentur: 2–4 Wochen.
Was kostet eure Zeit ehrlich?
Rechnet aus: Stundensatz der Person, die sich um Ads kümmern würde × 10–15 Stunden/Monat. Wenn das Ergebnis über der Agenturgebühr liegt, ist die Agentur nicht nur günstiger, sondern gibt euch auch eure Zeit zurück für wertschöpfendere Aufgaben.
Agentur lohnt sich, wenn …
- Mediabudget über 2.000 €/Monat und wachsend
- Kein interner SEA-Spezialist vorhanden
- Komplexer Funnel (B2B, Multi-Produkt, Offline-Conversions)
- Ihr schnelle Ergebnisse und schnellen Ramp-Up braucht
- Eure Zeit wertvoller ist als die Agenturgebühr
- Ihr Tracking, Attribution und Datenintegration braucht
- Kreative Assets (Texte, Bilder, Videos) professionell getestet werden sollen
Selber machen reicht, wenn …
- Budget unter 2.000 €/Monat bei einfachem Funnel
- Interner Mitarbeiter mit echtem SEA-Know-how vorhanden
- Einfaches Geschäftsmodell (lokal, wenige Produkte, direkter Kauf)
- Ihr genug Zeit habt (10+ Stunden/Monat) für Optimierung
- Euer Tracking ist bereits sauber aufgesetzt
- Ihr bereit seid, euch kontinuierlich weiterzubilden
- Ihr akzeptiert, dass die Lernkurve 2–4 Monate dauert

Der dritte Weg: Einmal aufsetzen, dann selbst steuern
Nicht jedes Unternehmen braucht laufende Agentur-Betreuung. Eine Alternative: Lasst eine Agentur euer Konto professionell aufsetzen, Struktur, Tracking, Creatives, Bidding-Strategie und übernehmt danach die laufende Optimierung selbst.
Diese „Setup + Schulung“-Variante kostet typischerweise 3.000–8.000 Euro einmalig und gibt euch ein professionell aufgesetztes Konto mit Dokumentation und Einweisung. Ideal für Teams, die lernen wollen, aber nicht bei Null anfangen möchten.
Unser Fazit
Lohnt sich 2026 noch eine Google Ads Agentur? Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Aber nicht auf die üblichen Faktoren, die in generischen Blogartikeln genannt werden, sondern auf eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung, die eure spezifische Situation berücksichtigt.
Googles Automatisierung hat die Einstiegshürde gesenkt. Ja, man kann 2026 leichter als jemals zuvor eine „funktionierende“ Kampagne aufsetzen. Aber „funktionierend“ und „profitabel“ sind zwei verschiedene Dinge. Googles KI optimiert für Conversions, nicht für euren Gewinn. Der Unterschied zwischen einer gut gesteuerten und einer auf Autopilot laufenden Kampagne liegt nicht bei 5%, er liegt bei 30–60%. Bei einem Jahresbudget von 120.000 Euro sind das 36.000–72.000 Euro Unterschied. Jedes Jahr.
Eine gute SEA-Agentur ist kein Kostenfaktor, sie ist eine Investition, die sich selbst finanziert. Aber „gut“ ist das entscheidende Wort. Eine schlechte Agentur ist schlimmer als keine Agentur. Nutzt die Checkliste aus diesem Artikel, stellt die richtigen Fragen und achtet auf die Warnsignale.
Und für alle, die sich fragen, ob Fade hier objektiv sein kann, als Agentur, die selbst SEA-Dienstleistungen anbietet: Nein, wir sind nicht objektiv. Aber wir sind ehrlich. Wenn euer Budget unter 2.000 Euro liegt und euer Funnel einfach ist, sagen wir euch das direkt im Erstgespräch und helfen euch stattdessen mit einem einmaligen Setup. Uns bringt es nichts, Kunden zu betreuen, bei denen sich die Zusammenarbeit für keinen von beiden lohnt.
Die eigentliche Frage ist nicht „Agentur ja oder nein?“, die Frage ist: „Verschwendet mein aktuelles Setup Geld, und wenn ja, wie viel?“ Die Antwort darauf ist ein kostenloses Ads-Audit entfernt.
Wie viel Budget verschwendet euer Google-Ads-Konto?
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